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NEWS / UPDATES 2007



08. September 2007
Pfefferfresser, Ameisenbär und Co.

ünter Graumann, Arno Biesemann und Flora Prussica.
Fotos: Leopold

Warendorf. „Haben Sie Alkohol getrunken?“, fragte der Polizist den verdutzten Werner Beckmann bei einer Verkehrskontrolle. Beckmann, Chefpräparator im Naturkundemuseum Münster, konnte die Frage guten Gewissens verneinen. Der Schutzmann jedoch vertraute seiner Nase. „Hier riecht es wie in einer Schnapsfabrik“, beharrte er auf seiner Meinung und hatte auch recht – aber anders als erwartet.

ätsels Lösung war schnell erklärt. Beckmann fuhr dienstlich mit kostbarer Fracht. Im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und des Gymnasium Laurentianum galt es, wertvolle Exponate in das Naturkundemuseum nach Münster zu transportieren. Beckmann hatte einen großen Teil der wissenschaftlichen zoologischen Sammlung der Schule im Kofferraum. Darunter waren viele Kostbarkeiten für den Biologieunterricht, auch Flüssigpräparate in Gläsern. „Darin sind Exponate, die in Formalin und Alkohol vor langer Zeit haltbar gemacht wurden. Mit ihnen können wir Schülern verschiedene Entwicklungsstadien von Organen und Tieren zeigen“, erklärt Arno Biesemann, Bio-Lehrer am Laurentianum. Tatsache ist, dass die ehemals luftdicht verschlossenen Gläser nicht mehr einwandfrei dicht waren. Das begründete den Verdacht des Polizisten.

Auch das Gürteltier wurde restauriert.

Der Hauptgrund der Fachschaft Biologie am Gymnasium Laurentianum für die aufwändige Restaurierung Anfang dieses Jahres hieß Bestandswahrung. Neben den 25 Gläsern mit Flüssigpräparaten ging es um 16 Insektenkästen und zwei Insektenmodelle, drei auf Holzbrettern aufgestellte, ausgestopfte Säugetiere (Stopfpräparate) und neun Skelette. Darunter waren montierte Originalskelette von Hund, Affe, Hase, Schildkröte und Fisch. Besonders eindrucksvoll dabei: ein Flügelskelett mit Schwungfedern, das Halbseitenskelett einer Brieftaube und ein künstliches Menschenskelett.

Der Pfefferfresser gehört mit seinem bunten Gefieder zu den auffälligsten Exponaten.

In den Gläsern war die Flüssigkeit zum Teil verdunstet, in den Insektenkästen hatten Museumskäfer die Schauobjekte angefressen. „Sie und die Stopfpräparate haben wir im Museum zunächst einmal bei minus 20 Grad zwei Wochen lang eingefroren“, erklärt Beckmann. Wenn er von „Wir“ spricht, meint er seine beiden Volontäre im Naturkundemuseum, Nina Richelmann und Maik Löpers. Die junge Frau zum Beispiel bewies Fingerspitzengefühl und Geduld, als sie bei seltenen Käfern und Schmetterlingen fehlende Fühler und Beine anklebte. Löpers dagegen tat sich beim Modellieren fehlender und beschädigter Skelettknochen mit Epoxidharz hervor. Er polierte sie nach dem Trocknen, bemalte sie und verdrahtete den alten Korpus. An anderen exotischen Raritäten wie Ameisenbär, Gürteltier oder dem Pfeffervogel wurden Ohren, Nase und Krallen restauriert. Die Stücke sind unersetzlich oder unbezahlbar. So kam zum Beispiel der farbenprächtige Pfefferfresser auf abenteuerliche Weise in die Sammlung. Das Tier wurde dem Gymnasium Laurentianum von dem Warendorfer Fabrikanten Brinkhaus 1931 geschenkt.

„Wir halten Bestandspflege und -wahrung für wichtig“, resümiert Biesemann. Er meint das auch mit Blick auf die Schulbibliothek, in der bibliophile Schätze wie beispielsweise die „Flora Prussica“ aus dem Jahre 1875 zu finden sind.

Bekanntermaßen wird Tradition im Gymnasium Laurentianum groß geschrieben. Wenn es dazu noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, ist dieser mit dem kürzlich erschienenen Buch „Von der Städtischen Lateinschule 1329 zum modernen „Lau“ von Klaus Gruhn erbracht. Das Buch, wie auch die Restaurierung der zoologischen Sammlung, wurde vom Verein Alter Laurentianer (VAL) finanziert. Die Fachschaft Biologie hatte zwei Jahrzehnte lang ihr Augenmerk darauf gelegt, ihre technische Ausstattung auf modernem Stand zu halten und wurde dabei vom Förderkreis der Schule finanziell unterstützt.

„Dass uns in diesem Jahr die große Anstrengung der Restaurierung gelungen ist, verdanken wir dem VAL“, so Biesemann. Aber die Leistungen der Schüler in der zurückliegenden Zeit auf dem Gebiet Biologie rechtfertige, so meint der Biologielehrer, einen hohen Einsatz.

Übrigens, als Werner Beckmann die restaurierte Sammlung zum Laurenttianum zurück brachte, hätte auch die Polizei nichts mehr zu meckern gehabt – alles dicht.

westfaelische-nachrichten.de

02. August 2007
Gürteltier im Zoo geboren
Von MICHAEL DEUTSCH

Bowlingkugel- neben Tennisball oder Kugelgürteltier-Weibchen «Bolita» neben ihrem Nachwuchs. Ganz exakt bilden schon beim Jungtier die Panzerplatten von Kopf und Schwanz den Verschluss der Kugel.
MZ-Foto: Lutz Winkler

HALLE/MZ. "Zieh ich Kopf und Beine ein, kann ich als Kugel vor Feinden sicher sein". Das weiß selbst schon das tennisballgroße Kugelgürteltier-Baby, das am 16. Juli im Bergzoo Halle geboren wurde und sich vor der Linse des Fotografen ganz beharrlich einigelt.

Mit der Geburt des Kugelgürteltiers (Tolypeutes), auch als Dreibinden-Gürteltier bezeichnet, kann der Zoo an seine bislang drei geglückten Nachzüchtungen der seltenen und archaisch anmutenden Tiere anknüpfen. "Das ist schon eine kleine Sensation. Denn in europäischen Zoos ist die Gattung selten anzutreffen", berichtet die Revierleiterin im Affenhaus, Cornelia Hofmann, und erzählt von der Nachtgeburt des etwa 100 Gramm schweren Jungens, das die Tierpfleger nicht mitbeobachten konnten.

"Gleich vom ersten Tag an können Jungtiere laufen und sind die exakte Kopie ihrer Eltern", informiert die Pflegerin. Zum Vergleich hält sie das zusammengerollte Mutter-Junge-Gespann in ihren Händen und weist auf die Geschicke von Mutter Natur hin, die sich auch dieses Mal nicht vermessen hat: "Es ist ganz erstaunlich, wie exakt der Schwanz und der Kopf des Jungtieres beim Zusammenrollen zusammenpasst, haargenau wie zwei Puzzleteile", vergleicht die 43-Jährige. Damit die Schutzkugel vor Feinden sicher ist, müsse das Tier gewaltige Kräfte aufbringen. "Kein Mensch schafft es, den eingerollten Panzer eines ausgewachsenen Tieres auseinander zu ziehen".

Von insgesamt 21 bekannten Gürteltierarten, die zur Säugetierfamilie der gepanzerten Nebengelenktiere gehören, sei das Kugelgürteltier das einzige, das auch tagaktiv sei. Beheimatet sind die bis zu knapp 30 Zentimeter langen und bis zu anderthalb Kilogramm schweren Insektenfresser im mittleren Südamerika. Unter anderem leben sie in Brasilien, Bolivien, Paraguay und Argentinien. "Den Namen des Gürtels erhielten die Tiere übrigens wegen ihrer beweglichen Panzer-Bänder", erklärt Hofmann. Die bedeckten bei den Tieren fast die gesamte Körperoberfläche und beständen aus Horn- und Knochenplatten, die in der Haut der Tiere gebildet werden.

Dass der Bergzoo mit der Nachzucht so erfolgreich ist, liegt in erster Linie wohl am Partnerglück von Gürteltier-Mutter "Bolita" und Männchen "Tatunaranja". "Als das Weibchen 2004 aus dem Heidelberger Zoo nach Halle kam, gab es im Gehege so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. ,Tatunaranja' schmiss sich gleich an unser Weibchen heran", erinnert sich Hofmann. Allerdings habe das Männchen, das aus Paraguay stammt, seinen ersten Nachwuchs aufgefressen. Aus Vorsicht trenne man deswegen das Vatertier nun immer gleich nach der Geburt von seinem Weibchen. Dem Pärchen hat der Bergzoo schon drei männliche Jungtiere beschert, die man an die Zoos in Prag, Arreton (England) und Wien abgegeben konnte.

"Ich hoffe, dass wir dieses Mal ein Weibchen haben, ich vermute das schon", scherzt Hofmann, die aber noch nicht hundertprozentig das Geschlecht bestimmen konnte. Schließlich war die kleine Kugel bislang selten geöffnet.

mz-web.de

30. Juli 2007


Liebe Frau Andrea,

den Qualitätsmedien entnehme ich, dass sich der Tiergarten Schönbrunn über einen Neuzugang freut, ein Gürteltier hat am 9. Juli das Licht der Welt erblickt. Nun erinnere ich mich aber, dass in Wien das Wort "Gürteltier" für alles mögliche verwendet wird, etwa für die goldketterlbehangenen Kraftlackeln, deren Angestellte ("Asphaltschwalben"?) und manchmal die Kunden der letzteren. Literaten haben sich selbst auch schon als Gürteltier bezeichnet. Wissen Sie vielleicht, welche großen und kleinen Tiere noch am oder um den Gürtel herum leben? Mit lieben Grüßen,

Siegi Lindenmayr (vom Alsergrund, der ja auch ein Gürtelanrainerbezirk ist)

Lieber Siegi,

die B 221, Wiens dritter und grösster Boulevard, um die Jahrhundertwende an Stelle der äusseren Verteidigungslinie der Stadt angelegt, ist tatsächlich das Reservat hoher und weniger hoher Tiere. Neben den goldbehangenen Gürteltieren mit ihren springenden Fischen, wie sie die Feitln nennen, die ihnen bei Ärger im Sack aufgehen, kennen wir noch die Randsteinschwalben, junge Damen in hüfthohen Stiefeln, die langsam fahrenden Parkspursalamandern den Weg in ihr Nest und Blindschleichen den Weider zeigen. Nach dem Rechten sieht am Gürtel der Pflasterhirsch, der Polizist im Fußstreifendienst. Selten aber gerne geschossen wird der Goldfasan, wie der E1, der leitenden Beamte wegen seiner güldenen Distinktionen genannt wird. Wenn der Morgen graut, rollen die Murmeltiere aus den Gürtellokalen und pfeifen nach den Taxis.


www.comandantina.com
dusl@falter.at

Erschienen in meiner Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 31/2007

bureau.comandantina.com

21. April 2007
Die verschlafensten Tiere der Welt
Wie der Name schon sagt ist das Faultier eines der verschlafensten Tiere der Welt. Was aber kaum jemand weiß, ist dass das verschiedene Gürteltier und Opossums ihm ebenbürtig sind. Alle drei Tierarten, die u.a. auch in Südamerika leben, verpennen 80% Ihres Lebens. Sie sind die verschlafensten Landlebewesen der Erde. Bei den Meeresbewohner wird vermutlich der Dall´s Tümmler (Delfin) die Nase vorne haben. Wissenschaftler vermuten, dass er gar nicht schläft.

Ein Neun-Binden-Gürteltier gehört ebenfalls zu den verschlafensten Tieren der Welt

suedamerika-blog.de

26. Januar 2007
Gürteltier 3

Kauft keine Gürtelreifen aus biologischem Anbau !

Gürteltiere
Aus dem fernen Südamerika reisten Gürteltiere in meine Träume. Gestern staunte ich noch über die Gürtelmaus, diese wundersame Bonsai-Ausgabe, ein maßstabs verkleinerten Modellgürteltier. Vorsichtiger Esser von Ameisen, Maden und Würmern.

Phantastische Selbstschützer. Wenn sie sich einigeln, bilden sie eine perfekt gepanzerte Kugel, die jedem Produktdesigner den Jahrespreis für intelligente Verpackung einbringen würde. Heute Nacht fressen sie sich durch meine Schlafzimmerwand.

Im Schlaf laufen Gürteltiere um mein Bett.

Und ich sage :“Was wollt ihr ? Hier findet ihr außer Wollmäusen nix zu fressen. Und bitte verschont mir die Gemüsebeete der Nachbarschaft.“ „Nein wir wollen uns nicht den Panzer vollhauen, sagen die Gürteltiere, wir sind hier um dir das Springen aus dem Stand, das Lauschen auf das Innere der Erde, etwas Flinkheit und Selbstverteidigung durch Eigenpanzer, so wie Geduld und warten auf den rechten Augenblick zu lehren.“

„Was muß ich tun?“ frage ich.

Die Gürteltiere antworten: „Bleib uns gewogen, und für alle Fälle :eine Dose Mehlwürmer im Kühlschrank kommt immer gut.“

Gürteltier 2

Keine Hosenträger für Gürteltiere !

Gürteltier 1

Still "Kyrill"!

schrankfulz.blogspot.com



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