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Neues Patendillo - Patentag im Zoo Dortmund November 2008



Nachdem ich nun im Juni 2008 mein letztes Paten-Gürteltier Percy im Zoo Berlin durch plötzlichen Tod verloren hatte, wollte ich aber auf Dauer auch nicht ohne Gürteltier bleiben. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Nachfolgepaten-Gürteltier. Ich mußte wirklich eine ganze Weile suchen und ziemlich viele Mails verschicken, bis ich endlich wieder Neunbindengürteltiere gefunden hatte. Meist werden in Zoos Braunborstengürteltiere gehalten, aber meine geliebten, wie ich sie gerne nenne, 9er ( Neunbindengürteltiere ) Dillos findet man nicht so häufig. Doch der Zoo Dortmund hatte gute Nachrichten für mich: gleich 2 Neunbindengürteltiere wohnen dort.

Gleich kennenlernen konnte ich die beiden noch nicht, aber seit dem 27. Juni 2008 war ich zumindet schonmal für ein Jahr Patin eines der Neunbindengürteltiere. Natürlich war ich ziemlich neugierig auf die Beiden, aber ich mußt mich noch etwas gedulden mit dem Kennenlernen. Hannover ist nicht mal eben so um die Ecke von Dortmund. Aber der Besuch stand gleich ganz oben auf meiner To-do Liste für das zweite Halbjahr 2008, sogar schon mit Datum. Am 15. November 2008 veranstaltete der Dortmunder Zoo für seine Paten einen " Tag der offenen Tür ", einen sogenannten Patentag, geschlossene Gesellschaft an dem Paten von 11.oo - 15.oo Uhr ihr Patentier mit Begleitung besuchen konnten und in den einzelnen Tierrevieren extra Tierpfleger für Fragen bereit standen. Das ließ ich mir dann nicht nehmen und fuhr mit meinem Mann nach Dortmund … Achtung, Gürteltier-Patin im Anflug!

Die Autofahrt dauerte meiner Meinung nach viel zu lange. Es ist schlimm, wenn man sich auf Etwas freut aber darauf auch noch lange warten muß.
Kurz nach der offiziellen Eröffnung des Patentages waren wir mit unser Einladung am Haupteingang des Zoos und wurden als VIP's schon von einer Dame erwartet. Natürlich stand die Dame nicht nur wegen uns dort. Sie schaute in die Gästeliste und verteilte die Tagesprogramme mit den Highlights des Patentages !
Kurz den Plan studiert und schon war klar, mein Tageshighlight wartete ab 12.oo Uhr im Tamandua Haus. Ein runder Bau, der auch als Ameisenbären Pavillon bezeichnet wird.

Zu früh aber doch rechtzeitig erreichten wir das Haus und waren erstaunt... kein Nachthaus wie in Berlin. Im Gegenteil, hell und tropenartig, Brillengläser beschlugen für einen Moment.



Es war schon recht voll ! Wie konnte ich nur annehmen, das ich heute der einziste Pate vor Ort sein würde ?
Bevor hier irgendetwas mit meiner Anwesenheit losgehen konnte, mußte ich schnell einen Rundgang machen...Dillos suchen. Klar, als erstes wieder die Gehege der Borstengürteltiere. Ich bin einfach falsch im Rund des Pavillons gelaufen, aber genützt hätte es mir auch nichts, das Gehege meiner Patengürteltiere war leer. Ein einsamer Baumstamm lag in der Mitte, aber weiter Nichts, worauf man hätte schließen können. Okay, das Schild, das hier Neunbindengürteltiere wohnen, aber das war auch Alles.



Gongschlag 12.oo Uhr und alle Gäste wurden von einer Pflegerin herzlich begrüßt, die alle darauf aufmerksam machte, das mit Snacks und Sekt für unser aller Wohl gesorgt wäre und das sie gerne nach ihrer Vorstellung der hier lebenden Tiere, soviele Fragen wie möglich beantworten würde. Jetzt aber begann die Einführung in das Tamandua Haus und danach die Vorstellung der Tiere. Ich mußte warten und gut zuhören was sie zusagen hatte. Gürteltiere verpassen, das wäre der Supergau !!!

Als erstes wurde Faultier Julius vorgestellt, der nahe über unseren Köpfen an Holzfählen im Rund seine Bahnen zog. Für ein Faultier schnell, aber Julius war jung und flott auf der Kralle ! Irgendwann wurde er allerdings stark eingebremst, denn ein zweites Faultier kletterte aus dem Faultiergehege auf die Stangen. Dieses Tier war sehr l - a - n - g - s - a - m, Pech für Julius ! Es gab noch weitere Informationen und eine ist mir im Gedächtnis geblieben. Ich lauschte dem Vortrag und überlegte, wie unangenehm es wohl wäre, wenn einem ein Faultier auf den Kopf sch..., Pardon... auf den Kopf machen würde. Muß auf jeden Fall schlimmer sein, als wenn das eine Taube machen würde. Den Gedanken konnte ich nicht zuende bringen: Faultiere gehen für ihr " Geschäft " ca. einmal im Monat auf den Boden und sonst nicht. Ähm, wo bleibt denn Alles, was die so fressen ? Platzen die nicht mal ? Wie auch immer, Faultiere hassen den Kontakt mit dem Boden.

Nun aber Tierwechsel !!!
Ich war unruhig, weil das Wort Gürteltier gefallen war. Also schnell näher ran ans Geschehen. Die Pflegerin hielt Sechsbindengürteltier " Kassiopeia " auf dem Arm. Dieses Gürteltier teilt sich mit den Faultieren ein Gehege, WG eben... oben Faul, unten Gürtel !!! In der Menge übrigens ein Pate ( blaue Mütze ! ) von diesem Dillo.


Für die Vorstellung hielt Kassiopeia einigermaßen still, aber nach kurzer Zeit waren nicht die langen und scharfen Krallen schuld, sondern der Panzer, der beim Halten auch am Rand sehr scharfkantig sein kann, das Kassiopeia abgesetzt werden mußte. Ich muß gestehen, das dies alles sehr interessant war, aber wo war bloß mein Patendillo ?


Nach Kassiopeia ging es sehr ausführlich mit den Tamanduas, dem Wappentier des Dortmunder Zoos, weiter. Der Tamandua ist übrigens der kleine Verwandte des Ameisenbären.
Ich schaltete meine Ohren ein wenig ab und machte in der Zeit eine weiteren Rundgang und beobachtete die Borsti Gürteltiere.




Es war sehr schwierig sie mit der Kamera einzufangen, denn eine Scheibe machte für bessere Bilder einen Strich durch meine Rechnung.

Mittlerweile war der Vortrag über alle hier ansässigen Tiere vorbei. Oh Gott, und ich hatte noch kein Neunbindengürteltier gesehen. So konnte der Patentag nicht enden ! Somit mußte ich mich in die Schlange der Fragensteller einreihen. Somit bekam ich wieder mit, das hier im Zoo die Ameisenbären nicht mit Ameisen gefüttert werden können ( Woher täglich Ameisenmassen nehmen ?! ), sondern mit einem nahhaften Futterersatz. Nur mal so am Rande !

Ich stand, und stand und wollte fast aufgeben, denn die Frager wurden nicht weniger. Aber jedem muß man ja seine Zeit gönnen und einräumen.
Die Pflegerin erkannte wohl meinen leicht flehenden Blick und unterbrach die Ameisenbären Fragestunde. Ich fragte nach meinen 9er Dillos. Eins von beiden wäre sozusagen " aushäusig ", ja und das Zweite grad nicht aktiv, also am Schlafen. Hatte ich also jetzt verloren ? Nein, ich fragte einfach, ob es nicht doch eine Chance für mich geben würde, da ich extra den langen Weg von Hannover hierher gemacht hätte, um mein neues Patentier zu besuchen. Wenn ich Zeit hätte, dann JA !!! Normalerweise hätte ich mir dafür alle Zeit der Welt genommen, aber die Zeit drängte, ein weiterer Termin noch heute in Hannover stand für uns noch auf dem Programm. Na gut, dann bekam ich eben meine Chance... jetzt sofort und gleich !!!!

Die Pflegerin ging mit mir zum Gehege, hinter die Kulissen. Auch hier eine weitere Überraschung, denn auch hier war alles viel freundlicher und luftiger gestaltet. In Berlin wirkte das " Dahinter " sehr alt, gerfliest, fast wie in einer Badeanstalt. Nur eine Holztür trennte mich noch vom Dillo.

Im Gehege... keiner da. Aber der Baumstamm, der hohl war, nur mit Heu gefüllt. Ja, und eben dieses Heu wurde etwas gelockert und entfernt. Etwas Klopfen und PLOPP, da kam ein schüchternes Gürteltier zum Vorschein.



Blinzel, ich nahm Blickkontakt mit meinem neuen Patengürteltier auf als ich in der Hocke vor dem Tier saß und gleich Bilder machte. Das Dillo wurde mir als 10 Jahre alte " Sophie " vorgestellt. Bis dahin kannte ich ja noch nicht ihren Namen... aber jetzt und ich war sofort verliebt in diesen Blick. Sophie war zu der Zeit allein, weil sie eine kleine Verletzung hatte und sich wohl deshalb mit dem zweiten Neunbindengürteltier nur gebissen hatte. Man mußte also eine Trennung auf Zeit vornehmen.





Ich konnte mich an der gepanzerten Dame kaum satt sehen, aber die Zeit verflog... wir mußten leider schon gehen. Schnell düste Sophie aus der Starre in die schützende, nächste Ecke. Sie konnte ja nicht wissen, das ich einem Dillo niemals etwas antun könnte.


Jetzt bekam ich noch eine Portion Gürteltier gratis dazu, die beiden Braunborsties " Ginger " & " Leslie ". In einem Gehege auf der anderen Seite wurden mir eben noch diese beiden Racker gezeigt. Nummer Eins unter einer Art Holzhaus, die man auch von Zuhause bei den Kleintieren kennt. Nummer Zwei im und am Baumstamm. Definitiv war mein Blick hier, hinter der Scheibe, mittendrin im Gürteltiergewühl besser als davor, die Kamera hat sich gefreut.


Das war Gürteltier Erlebnis pur aus Dortmund !

Ich bedankte mich für den schnellen Blick hinter all die Holztüren und Scheiben und war einfach nur glücklich.

Ich war und bin glücklich in Sophie mein neues Patengürteltier gefunden zu haben. Sie heißt übrigens bei mir ab jetzt, weil sie trotz Panzer so verletztlich und zart wirkte, " Miss Sophie " !!



P.S.: Für alle Sechsbindengürteltieri Fans habe ich noch 2 YouTube Clips. So ein Video hätte ich auch gerne von Miss Sophie.



Übrigens, wen es interessiert, der kann für eine Gebühr von € 150,- mit seinem Patentier unter Aufsicht eines Pflegers den Alltag mit verbringen. Natürlich nur auf Anfrage und mit langer Warteliste !!!