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Baustelle...



Hier in Kürze der Bericht von Hanks & Tiffy auf Ihrer Reise nach TEXAS !


Bis dahin habt Spaß mit meinen gürteltierischen Urlaubserlebnissen in Texas von 2008.

Jeder Dillo Fan muß einmal im Leben nach Texas reisen !
… mein Wunsch seit Jahren, denn das Gürteltier ist für den amerikanischen Staat Texas ein berühmtes Merkmal oder besser ausgedrückt ein Staaten-Tier. Jeder der schon mal in Texas war, kennt das Gürteltier. Man sieht es da wie bei uns in Deutschland die Igel. Leider auch sehr oft am Straßenrand, überfahren.

Nun, im April 2008 sollte sich nun für mich mein Traum von der Reise nach Texas erfüllen. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen: was, wie, wann und wo würde mir Gürteltierisches unter die Augen kommen? Nach Ankunft auf dem Fort Worth Flughafen bei Dallas am Nachmittag mussten wir erstmal mit unserem Mietwagen ca. 1,5 Stunden zu unserem Gästehaus am Moos Lake fahren. Eine wunderschöne Landschaft wartete dort auf uns. Wie geschaffen für Gürteltiere, weil ruhig und endlose Weideflächen zum Wühlen auf die kleinen Gepanzerten warteten.

Am Gästehaus angekommen wurden wir von unseren deutschen Gastgebern, die vor 4 Jahren ausgewandert waren, ganz herzlich begrüßt und wir bekamen unser Gästehaus mit Blick auf den Moos Lake zu sehen. Was will man mehr ? Ein Gürteltier ! Eines unserer Gastgeschenke waren natürlich, wie sollte es anders sein, Perlsackgürteltiere. Ich denke die 4 Dillos, ( für jedes Familienmitglied eins ! ) sind sehr gut angekommen, es zauberte ein Lächeln in die Gastgebergesichter. Lange konnte ich nun trotz der Begrüßung auch nicht mit meiner Frage an mich halten: gibt es hier auf dem Grundstück Gürteltiere? Ja, einmal in den vergangenen Jahren hätte man mal eins entdeckt, aber dann auch nie wieder gesehen. Täglich zwar tote Gürteltiere am Straßenrand, aber hier nicht wirklich bewusst. Mh, das ließ jetzt hoffen, oder aber schon jetzt den Wind aus den Segeln nehmen.

Der erste Abend mit Plausch in der vom Gastgeber selbstgebauten „ Hafenkneipe“, ging zwar noch ein paar Stündchen, aber der Flug steckte uns allen dann doch noch in den Knochen. Die erste Nacht in Texas war für uns gekommen!

Am frühen Morgen wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Es war kein Tiefschlaf, denn irgendwie meinte mein Körper noch, er wäre in Deutschland und da war es schließlich schon 7 Stunden später als in Texas… quasi allerfrühster Morgen am Moos Lake für mich. Es fiepte etwas vor sich hin, es klang wie ein Wecker. Mein Mann und ich hatten uns ganz bestimmt keinen Wecker mitgenommen. Hallo, wir haben Urlaub ! Aber unser Freund der im anderen Raum schlief vielleicht ? Ich lief ins andere Zimmer und fragte leicht genervt unseren Freund, ob er vielleicht seinen Wecker ausmachen könnte. Ich weckte ihn nicht, er war auch schon wegen Zeitverschiebung wach. Als Antwort bekam ich aber nur, dass der Lärm KEIN Wecker wäre. Ein Vogel, wäre der Verursacher. Genau, und ich bin ein Cowboy! Ich sollte die Tür öffnen und mich draußen selbst überzeugen. Gut, sich selbst ein Bild machen kann ja nie schaden. Okay, da hatte ich mich wohl tatsächlich getäuscht. Im Baum saß ein knallroter Vogel, der eben diese Geräusche von sich gab. Ich wollte schon wieder im Haus verschwinden, denn es war windig und doch ein wenig kühl so am Wasser und ganz bestimmt wenn man im Phyjamer dort draußen steht. Aber am Felshang, etwas entfernt vom Gästehaus, raschelte etwas. Oh Gott, es raschelt etwas. Was war das? Ich suchte den Hang mit meinen leicht verschlafenen Augen ab. Bingo ! Da raschelte nicht nur etwas, da wühlte auch etwas. Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh, ein Neunbindengürteltier! Ich konnte mein Glück kaum fassen. Leicht panisch, schrie ich, jemand möge doch schnell mit der Kamera kommen und das Gürteltier bildlich abschießen. Ich konnte ja jetzt hier schlecht weg, ich musste das erste Gürteltier in Texas in mich aufsaugen, wie ein Schwamm. Gut das man eine Hobbyphotografen zum Freund hat. Der war dann auch durch meine Schreierei hellwach und machte ein paar Bilder.





Schnüffel, Schnüffel, Wühl ! Das Dillo rannte immer hin und her und zeigte sich immer von seiner besten Seite für die Kamera. Von mir aus hätte das Stunden so weitergehen könne. Mir war gar nicht mehr kalt ! Doch das Gürteltier meinte nun doch in einer Felsspalte am Hang zu verschwinden… es kam auch nicht wieder. Nicht an dem Tag oder an einem anderen Morgen. Das war das erste und letzte Mal das mir dieses Gürteltier begegnet ist. Später bekam es von mir noch einen Namen: Mister Tiffy. Niemand wusste ob Männchen oder Weibchen, also kann man mit dem Namen nicht viel falsch machen. Ab und zu habe ich jetzt wo ich wieder aus dem Urlaub zurück bin, Mailkontakt mit unserer Gastfamilie. Hier heißt Dillo auch nur noch Mister Tiffy. Und es wurde zwischenzeitlich wieder gesichtet. Dann kann ich mich ja auf’s nächste Jahr freuen. Zur Begrüßung bitte wieder Mister Tiffy ! Ob man das Buchen kann ?

Einen Tag später ergab es sich, das ich mit dem Mietwagen fahren musste. Es war schon ziemlich spät als wir vom Einkaufen aus dem Ort Gainesville in Richtung Gästehaus zurück fuhren. Ich war extra ein wenig langsamer on Tour, ich wusste ja, Gürteltiere sind jetzt vermehrt unterwegs. Plötzlich schrie mein Mann von hinten: Halt, sofort bremsen, da kommt irgendwas von Rechts. Sofort Notbremsung von mir. Quietschende Reifen und ich stand ! Sehr skeptisch schaute ich durch die Scheibe und da saß ganz eingeschüchtert im Licht der Scheinwerfer ein Neunbindengürteltier. Wie versteinert, doch im nächsten Augenblick schoß es davon in die Nacht. Ich blieb weiterhin etwas verängstigt stehen. Wie konnte ich jetzt ohne Angst weiterfahren, wenn gleich das nächste Gürteltier von sonst woher angeschossen kam. Aber die Fahrt nach Hause musste ja weitergehen. Später Zuhause gab ich bekannt: sollte es wirklich passieren, das ich ein Gürteltier anfahre oder überfahre, ich halte an und „ kratz“ das Tier von der Straße. Ich laß doch kein Gürteltier einfach liegen. Nix da, ich würde es sogar anständig beerdigen. Soweit ist es aber zum Glück nie gekommen !

Mein drittes Gürteltiererlebniss gab’s dann extra nur für mich im Zoo in Fort Worth. Und das ist kein Scherz ! Ich habe noch Zuhause im Internet recherchiert, was Zoos in Dallas und Umgebung in Sachen Gürteltier zu bieten hätten. Somit wusste ich, dass genau in diesem Zoo ein Gürteltier auf mich wartete. Den halben Tag sind wir durch den Zoo geirrt, doch nirgendwo ließ sich das gepanzerte Tierchen blicken. Der Zoo war wirklich schön angelegt und für Kinder bestimmt ein kleines Paradies, aber ich war, verflucht noch mal, auf der Suche nach diesem Gürteltier. Irgendwann habe ich, an einer sagen wir mal, Streichelwiese für normale Haus und Hof Tiere nach diesem Dillo gefragt. Als hätten sie auf mich und meine Frage gewartet, bekam ich zur Antwort: ja, haben wir hier. Kleinen Moment bitte, muß bloß geweckt werden. Und schon war die Dame verschwunden. Ähm, ich wäre die Letzte gewesen, die ausgerechnet ein Gürteltier extra wecken lässt. Eigentlich sind Gürteltiere ja nur nachts oder in der Dämmerung aktiv. Zu spät, die Pflegerin kam mit müde blinzelndem Gürteltier auf dem Arm wieder. Wie ein kleines Baby hielt sie es auf dem Arm und ich durfte Anfassen und Streicheln. Dabei gähnte das Tier ständig und streckte die unendlich lange und schmale Zunge raus. Teilweise muß das Licht wohl auch zu hell gewesen sein, denn das Köpfchen verschwand auch für ein paar Augenblicke hinter dem „Panzerflügel“. Das war ja so was von niedlich, aber ich kam mir echt schuldig vor. Ich glaub ich habe die ganze Zeit nur ein OOOOOOOOOOOOOOOOOOO rausgebracht. Das Gürteltier wurde mir als Neunbindengürteltier Dame Digger vorgestellt. Leider war Digger nicht mehr ganz gesund. Ihr fehlte der halbe Schwanz, den sie durch eine Infektion verloren hatte. Dadurch sah das Gürteltier ein bisschen unheimlich aus. Trotzdem war sie wohl der heimliche Zoostar. Neben mir bildete sich eine kleine Menschentraube. Alle wollten jetzt was von Digger und ich wollte doch nur, dass man die Gürteltierdame jetzt wieder zurück in die Höhle bringt. Ich hoffe, Digger kann mir verzeihen !

 



Im Großen und Ganzen sind das alle Abenteuer, die ich in Texas mit lebenden Gürteltieren hatte. Nebenbei erzählt, solltet Ihr bei einer Reise unbedingt in den ganzen Malls nicht die typischen Touri Geschäfte verschmähen. Grad hier in Texas könnt Ihr als Dillo Fan unglaubliches in Sachen Gürteltier finden, oder habt Ihr schon mal einen Klorollenhalter mit Gürteltier gesehen ? Mein Koffer war jedenfalls voll mit Gürteltier Magneten, Gürteltier Postkarten, Gürteltier Kinderbüchern, einem Gürteltier Teller, einem Gürteltier Briefbeschwerer und sogar einem Gürteltier Tacker.